L-mobile Digitalisierte Produktion Infothekbeitrag Sie sind zuständig fürs Lager und haben keinen Überblick über den Bestand

Lagerbestand zu führen scheint doch leicht: Ich merke mir immer wo was liegt und wenn ich es bewege, dann schreibe ich es auf – am besten in meinem ERP-System der Wahl. So war es schon immer und in vielen Fällen ist das auch ein guter Ansatz. Wir selbst haben diese Strategie bereits in mehr als 100 Projekten genutzt und auch mit Erfolg eingesetzt.

Was aber tun, wenn die Teile alle sehr ähnlich sind, das Lager riesig ist und die Möglichkeiten zur Kennzeichnung der Ware stark begrenzt sind?

L-mobile stand bei einem Kundenprojekt vor dem Problem, dass der Mitarbeiter im Grunde nicht wusste, auf welchem Lagerplatz er sich gerade befindet. Dieser Mitarbeiter suchte sprichwörtlich nach der Nadel im Heuhaufen, wenn er einen bestimmten Artikel finden wollte.

Die offensichtliche Lösung für diese Problematik ist, den Ort automatisch zu merken und den Prozess der Lagerführung zu automatisieren. Aus diesem Grund haben wir die Fahrzeuge mit GPS-Empfängernausgestattet und diese – ohne die Hilfe des Mitarbeiters zu beanspruchen – in den Prozess eingebunden.

Heute verfolgt die mobile Anwendung die Bewegungen von mehr als 10.000 Rohren auf dem großen und verzweigten Werksgelände automatisch und bildet den Bestand auf einer Karte ab. Gleichzeitig werden diese Bestände im ERP-System, sowohl mit Mengen, Chargen und Seriennummern, als auch mit dem Platz im Lager-Raster geführt.

Das Besondere an dieser Lösung ist, dass die Ortung nicht auf die Freiflächen beschränkt sein muss. Dieselben Fahrzeuge können auch innerhalb der Gebäude via LPS, RFID-Ortung oder iBeacon geortet werden. So erstreckt sich die Lösung auf alle Bereiche des Werksgeländes.

Wir sind davon überzeugt, dass die Kombination von verfügbaren Technologien eine Verbesserung der Prozesslösungen hervorrufen kann, welche bis heute noch nicht genutzt wird. Manchmal sind es die exotischen Kombinationen, die ein Problem im Prozess erst lösbar machen.

Intelligentes Behältermanagement

Behälter und Ladungsträger werden ständig im Unternehmen bewegt. Sie gehen vom Lager in die Produktion, von der Produktion auf Transportwägen, aus der Produktion zurück ins Lager und im Lager von einem Lagerplatz zum anderen (im Falle einer Umlagerung).

Wer kann da noch – ohne ein intelligentes Behältermanagement – den Überblickbehalten? Wie kann ich hohe Suchaufwände und Mehrfahrten eliminieren? Wie können meine Mitarbeiter effektiv entlastet werden und dabei Informationen qualitativ besser erhalten und auch verarbeiten? Wie kommen überhaupt die gewonnenen Informationen in mein bestehendes ERP-System?

Oder gibt es sogar eine eigenständige Lösung für ein intelligentes Behältermanagement? Ja, die gibt es.

L-mobile bietet mit L-mobile trace carrier ein leistungsstarkes Tool zur Überwachung, Steuerung und Analyse aller Prozesse bei dem Thema „Intelligentes Behältermanagement“. Sie haben mit der Lösung den entscheidenden Vorteil, sich unternehmensübergreifend online mit Ihren Kunden, Lieferanten und externen Dienstleistern verbinden zu können.

L-mobile Digitale Objektverfolgung Intelligentes Behältermanagement 1

Beginnen wir aber am Anfang – bei den Behältern. Diese müssen gekennzeichnet werden, damit sie wiederum die eigene Kennung für ein intelligentes Behältermanagement weitergeben können. Dies kann auf verschiedenste Art und Weise geschehen. L-mobile schlägt dazu entweder die RFID-Technik, Barcode oder aktive Transponder vor, mit denen Sie jede einzelne Box selbst orten können.

Je nach Technologie, müssen die Behälter danach identifiziert werden. Dies kann zum Beispiel vom Staplerfahrer per Handscanner durchgeführt werden oder auch vom Stapler selbst, wenn dieser durch L-mobile intelligent gemacht wurde. Unsere Experten rüsten dazu den Stapler mit RFID-Technik aus und versetzen den Stapler damit in die Lage, automatisch seine transportierte Ware zu identifizieren.

Eine andere Alternative ist die Verwendung von RFID-Gates, welche immer, wenn Behälter hindurch transportiert werden, diese vollautomatisch identifizieren und somit die Informationen zum Behälter und auch der Transportrichtung ohne weiteres ermitteln können.

Über eine Staplerortung die Behälter zu lokalisieren, ist eine weitere Möglichkeit genauestens über deren Bewegungen informiert zu sein. Dazu werden die Stapler mit RFID-Technik ausgerüstet und zusätzlich kommt noch eine GPS-Komponente (outdoor) oder eine WLAN-Option (indoor) hinzu. Dadurch weiß der Stapler immer vollautomatisch und in Echtzeit, was er wohin transportiert und wo er die Behälter aufnimmt, abstellt oder umlagert. Das ist eine optimale Voraussetzung für ein intelligentes Behältermanagement.

Die Auswertung der dadurch gewonnenen Informationen geschieht dann in L-mobile trace carrier. Unsere Softwarelösung wurde bereits mehrfach durch unsere zertifizierten Expertenmit viel Praxiserfahrung umgesetzt und verfügt deshalb über eine Vielzahl an Schnittstellen zu bestehenden ERP-Systemen. Der Einsatz von L-mobile trace carrier ist aber auch als eigenständige Version möglich. Wir bieten unsere Lösung als Enterprise-Version zum Kauf oder auch als SaaS-Variante zur Miete an.

Egal für welche Technik Sie sich entscheiden, L-mobile hat dafür die passende Lösung und bietet diese komplett aus einer Hand an. Unsere Experten haben bereits viele erfolgreiche Projekte umgesetzt und stehen Ihnen jederzeit für eine Beratung zur Verfügung. Auch eine Konzepterstellung zum Thema „intelligentes Behältermanagement“ führen wir sehr gerne gemeinsam mit Ihnen durch. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Staplerleitsystem zur Lageroptimierung

Haben Sie Stapler im Lager? Dann ist das Thema Staplerleitsystem für Sie interessant!

L-mobile digitale Lagerlogistik Staplerleitsystem zur Lageroptimierung-1

In dem Whitepaper, das Sie hier herunterladen können, habe ich für Sie die Fakten rund um das Thema Staplerleitsystem zusammengetragen.

Zusammenfassung des Whitepapers

  • Kürzest möglicher Weg

  • Vermeidung von Leer- und Suchfahrten

  • Übernahme und automatische Erstellung von Transportaufträgen

  • Vergabe der Transportaufträge an passende Fahrzeuge

  • Schnellstmögliche Umsetzung eiliger AdHoc-Aufträge

  • Priorisierung der Aufträge

  • Echtzeit-Staplerortung

  • Optimierung des Warenumschlages / der Lagerflächen / der Stapler-Verfügbarkeit

  • Optimierung mehrstufiger Prozesse im Lager

Daraus ergeben sich vielfältige Vorteile:

  • Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Kostenreduzierung

  • Wegeoptimierung und Reduzierung der Leerfahrten und Standzeiten

  • Optimierung der Stapler-Auslastung

  • Typengerechte Staplerausnutzung sowie die aktive Steuerung der Ressourcen

  • Optimierung der Stapler-Verfügbarkeit

  • Optimale Nutzung Ihrer Lagerflächen

  • Bestandstransparenz und Bestandssicherheit

  • Schnelle Transportabwicklung

All diese Vorteile führen zu Prozessverbesserungen und Wirtschaftlichkeitssteigerungen in Ihrem Lager. Diese Kosteneinsparungen „bezahlt“ Ihr neues Staplerleitsystem, man spricht vom Return on Investment.

Diesen können Sie, auch als Kriterium zur Investitionsentscheidung, bei den Anbietern von SLS berechnen lassen.

Laden Sie sich das komplette Whitepaper (pdf, 1 MB) gleich jetzt herunter. Sie finden tiefergehende Informationen zu allen oben angesprochenen Punkten.

Die Kommissionierung, oder auch: Ich packe meinen Auftrag

Keine andere Tätigkeit spielt eine so zentrale Rolle in der Bearbeitung von Kunden- oder auch Produktionsaufträgen, wie die Kommissionierung. Egal ob im Handel oder in der Industrie – die Zusammenstellung von bestimmten Artikeln aus dem Lager für einen Auftrag ist fester Bestandteil innerhalb der Unternehmensprozesse.

Jedoch können die verschiedenen Kommissionierverfahren für unterschiedliche Branchen und Unternehmensgrößen besser oder schlechter geeignet sein.

Welche Kommissioniermethode passt zu mir?

Die Wahl des am besten geeigneten Kommissionierverfahrens ist wesentlich von der Unternehmensgröße, des Lagerbestands, der Artikelart und der Höhe des Durchsatzes abhängig. Unabhängig von diesen Rahmenparametern gibt es keine Faustregel, wann die jeweilige Methode zum Tragen kommt. Generell kann man allerdings davon ausgehen, dass für ein Unternehmen mit einem kleinen Lager und einem niedrigen Durchsatz ein manuelles Kommissionierverfahren am geeignetsten ist.

L-mobile Digitale Lagerlogistik Infothekbeitrag Themenbeitrag Kommissionierung 1

Nimmt die Größe des Lagerplatzes zu, kann die manuelle Kommissionierung um mobile Geräte und eine IT-Unterstützung ergänzt werden. Hier besteht auch weiterhin das Prinzip des Mann-zu-Ware-Kommissionierverfahrens. Je nach Situation kann auch eine Multi-Kommissionierung sinnvoll sein, wenn mehrere kleine Aufträge gleichzeitig bearbeitet werden müssen.

Die gängigste Art der hier beschriebenen beleglosen Kommissionierung ist das Pick-by-Scan-Verfahren. Hier wird der Kommissionierer mit einem mobilen Endgerät, welches einen integrierten 1D- oder 2D Barcodescanner enthält, systematisch durch den Kommissionierauftrag geführt. Nicht nur der Lagerplatz und die zu entnehmende Menge können über das PDA abgerufen werden, auch Details zum Kundenauftrag und ergänzende Verpackungshinweise können über das mobile Lesegerät angezeigt werden.

L-mobile Digitale Lagerlogistik Infothekbeitrag Themenbeitrag Kommissionierung 1

Je nach eingesetzter Technologie muss der Kommissionierer nun entweder jede Entnahme einzeln scannen oder er scannt einmal und quittiert anschließend die Gesamtmenge. Bei diesem Prozess wird dem Benutzer die Differenz zwischen Soll- und Istmenge angezeigt, sodass Fehler bereits vor Auftragsabschluss verhindert werden können. Sind alle Positionen abgearbeitet werden die Daten direkt in das ERP übertragen.

Für Großunternehmen mit großen Lagerhallen, deren Logistik ggf. sogar an die eigene Fertigung angeschlossen ist, bietet sich eine Automatisierung der Logistik an.

Mehrstufige Kommissionierungen,  innerhalb derer mehrere Aufträge zu einem Gesamtauftrag gebündelt und artikelorientiert kommissioniert und erst später auftragsorientiert gepackt werden, verteilte Kommissionierungen, bei denen umfangreiche Aufträge auf mehrere Lageristen verteilt werden sowie Pick-by-Light und Pick-by-Voice zählen zu den bekannten Verfahren, um die Kommissionierung einfach und effizient zu gestalten.

Für die Lagerautomatisierung wird modernste RFID-Technik eingesetzt. So können Artikel und Lagerplätze automatisch im Vorbeigehen erfasst und anschließend in Ihrem ERP-System verbucht werden.

So zeigt das Pick-by-Light System beispielsweiße den Kommissionierern – auch Pickern genannt, per Lichtsignal an, welche Materialien für einen bestimmen Fertigungsschritt entnommen werden müssen. Gleichzeitig wird über ein großes Display die zu entnehmende Anzahl aufgezeigt. Anschließend kann innerhalb der beleglosen Kommissionierung die Entnahme per Knopfdruck bestätigt werden und das Lichtsignal erlischt.

Im Gegensatz zu Pick-by-Light, wird den Pickern bei der Pick-by-Voice-Methode der Pickauftrag nicht über Lichtsignale angezeigt, sondern per Sprachbefehl. Der Kommissionierer hört die Pickanweisung über einen Kopfhörer und bestätigt seinen Arbeitsschritt per Spracheingabe ins Mikrofon. Auch diese Methode steigert die Kommissioniergenauigkeit, da sich der Picker vollständig auf den Greifvorgang konzentrieren kann. Parallel werden, wie auch bei den anderen beleglosen Kommissioniermethoden, alle benötigten Informationen in Echtzeit mit dem Lagerverwaltungssystem ausgetauscht.

Welche Vor- und Nachteile haben die jeweiligen Kommissioniermethoden?

Die manuelle Kommissionierung ist die kostengünstigste Methode, jedoch muss diese mit sehr viel Manpower kompensiert werden. Dies bedeutet eine hohe Mitarbeiteranzahl im Lager, die mit Papierlisten Ihre Aufträge abarbeiten und Änderungen manuell nachtragen müssen. Diese Methode birgt ein hohes Fehlerrisiko und ist mit einem großen Zeitaufwand verbunden.

Das automatisierte Lager ist mit einem deutlich höheren Kostenaufwand für Steuerungstechnik, Hard- und Software sowie die Projekteinführung verbunden. Wiederum können hier die Tätigkeiten der Lageristen effizienter und zeitsparender eingeplant werden. Ihre Kommissionerier sparen sich hier die zeitaufwendige manuelle Dokumentation aller Lagerbewegungen und können sich stattdessen Ihrer Hauptaufgabe – dem Kommissionieren – widmen. Damit sich ein automatisiertes Lager bezahlt macht, sollte es sich bei dem Unternehmen allerdings um ein gleichbleibendes und bestehendes Geschäftsfeld handeln, welches über ein gewisses Minimum an Auslastung in der Logistik verfügt. Andernfalls müsste bei jeder Veränderung der Bestandsart und/oder -anzahl und des Durchsatzes Anpassungen innerhalb der Automatisierung vorgenommen werden, die je nach Ausmaß der Neustrukturierungen sehr kostspielig sein könnten.

Welche Rolle spielt der Mensch zukünftig bei der Kommissionierung?

Bei kleinen nicht-automatisierten Lagern, ist der Lagerist immer noch der Hauptakteur. Da er alle Lagerprozesse manuell mit Papierlisten bearbeitet und dokumentiert.

L-mobile Digitale Lagerlogistik Infothekbeitrag Themenbeitrag Kommissionierung 1

Aber auch innerhalb der Automatisierung der Kommissionierung spielt der Faktor Mensch weiter eine wichtige Rolle.

Ganz egal, wie gut ein System ausgebaut wurde, ohne den Menschen würde es nicht zum Einsatz kommen. Der Kommissionierer ist derjenige, welcher sich dich Technologie zu Nutzen macht und sich seine Arbeit dadurch erleichtert. Er ist die Steuerungszentrale des jeweiligen Systems. Für den Kommissionierer ist die Automatisierung von Informations-, Kommunikations- und Dokumentationstätigkeiten aber ein großer Vorteil, da er sich nun voll und ganz auf seine Kommissionieraufgabe konzentrieren kann, was wiederum zu einer Produktivitätssteigerung beiträgt.

Same-day-delivery und now-delivery setzten neue Massstäbe

Schnell, schneller, sofort: Der Fortschritt in der Versandlogistik ist nicht zu bremsen

Besser, billiger und vor allem schneller: Das sind die Forderungen des Endverbrauchers. Diese Ansprüche wurden mit dem Aufkommen der Online-Bestellungen immer mehr befeuert.

Schon immer war das oberste Ziel innerhalb der Versandlogistik die schnellstmögliche Zustellung an den Endverbraucher. In der heutigen schnelllebigen Zeit, in der sich Märkte ständig ändern oder neu entstehen, muss die Logistik so flexibel und veränderungswillig wie nie zuvor agieren.

Wer nun denkt, wir sind in der Versandlogistik bereits am Ende der Innovationsgeschichte angelangt, der täuscht sich gewaltig. Nach EXPRESS-Sendungen und Über-Nacht-Lieferung, stehen bereits zwei weitere Trends in den Startlöchern und sorgen für eine erneute Revolution im Logistikmarkt: Die Same-Day-Delivery und die Now-Delivery.

Same-Day-Delivery setzt neuen Standard für die Kundenzufriedenheit

Die Same-Day-Delivery, also die Zustellung am Tag der Bestellung, verleiht dem Online-Handel einen noch größeren Auftrieb und setzt neue Standards im Bereich der Kundenzufriedenheit. Online-Shops bieten Kunden schon seit Jahren eine scheinbar unendliche Produktauswahl bei gleichzeitig niedrigen Preisen. Der einzige Punkt, an dem der Online-Handel einer realen Shopping-Tour bisher noch hintenan stand, war die Lieferzeit. Dieses Manko soll nun mit der Same-Day-Delivery aufgehoben werden.

Dass die Same-Day-Delivery zum neuen Standard in der Kundenzufriedenheit mutiert ist, zeigen bereits große Konzerne wie Amazon, Google und eBay sowie die Online-Plattform Uber.

L-mobile Digitale Lagerlogistik Infothekbeitrag Same Day Delivery und Now-Delivery setzen neue Massstäbe6

Der Wunsch der Endverbraucher nach einer Lieferung noch am selben Tag ist so groß wie nie zuvor und sorgt dafür, dass sich die Handelsunternehmen einen nie dagewesenen Wettkampf um die schnellsten Lieferzeiten liefern.

Das Beratungshaus McKinsey bestätigt ebenso, dass innerhalb der nächsten Jahre die Same-Day-Delivery fester Bestandteil der Versandlogistik sein wird. Bis zum Jahr 2020 prognostiziert das Unternehmen, dass der Markt für Same-Day-Delivery in Westeuropa auf drei Milliarden Euro wachsen wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass diese Belieferungsvariante etwa 15 Prozent des Umsatzes mit Standardpaketen ausmachen wird.

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Auch in Deutschland wird die Same-Day-Delivery bereits getestet: Die Deutsche Post bietet bereits in großen Städten wie Berlin und Köln sowie im Ruhrgebiet die Feierabendzustellung an. Und auch die Elektronikketten Media Markt und Saturn setzen auf die Same-Day-Delivery von Online-Bestellungen in bereits sieben Städten in Deutschland.

Obwohl sich Same-Day-Delivery noch gar nicht flächendeckend durchgesetzt hat, gibt es bereits einen neuen Logistiktrend innerhalb der Versandabwicklung – die Now-Delivery. Now-Delivery, zu deutsch: Lieferung jetzt, verspricht eine Warenzusendung innerhalb von drei Stunden und setzt der Same-Day-Delivery somit die Krone auf.

Now-Delivery ist die Sofortness in der Logistikbranche

Der Schriftsteller Peter Glaser hat mit seiner Wortneuschöpfung „Sofortnessunserer schnelllebigen Umwelt und der damit einhergehenden „digitalen Ungeduld“ einen Namen verliehen und bringt damit die Ansprüche unserer Gesellschaft auf den Punkt.

L-mobile Digitale Lagerlogistik Infothekbeitrag Same Day Delivery und Now-Delivery setzen neue Massstäbe6

In der Logistikbranche steckt die Same-Day-Delivery noch in den Kinderschuhen, schon wird sie von einer neuen Belieferungsvariante überholt. Eine Lieferung am selben Tag ist nicht mehr ausreichend, Now-Delivery ist die neue Same-Day-Delivery und verspricht eine Auslieferung der bestellten Ware innerhalb weniger Stunden.

Als Vorreiter der Now-Delivery verspricht Amazon mit seiner Lieferdrone sogar eine Belieferung innerhalb einer halben Stunde. Dass die Now-Delivery von Amazon mehr als nur ein PR-Gag ist, zeigt dass der Wettbewerb diese Kampfansage ernst nimmt und versucht mit dem Versandriesen Schritt zu halten.

L-mobile Digitale Lagerlogistik Infothekbeitrag Same Day Delivery und Now-Delivery setzen neue Massstäbe6

Aktuell wird zwischen Same-Day-Delivery und Now-Delivery noch nicht so stark unterschieden, da selbst die Lieferung am gleichen Tag noch nicht vollständig ausgereift ist. Jedoch liefern sich die großen Plattformen bereits jetzt einen Wettkampf um die schnellsten Lieferzeiten an den Endverbraucher.

Ob diese künftig bereits kurze Zeit nach dem Klicken auf den Bestellbutton mit einer Paketdrone beliefert werden oder nicht, bleibt jedoch noch abzuwarten.

Lieferung auf Abruf: Die Forderung ist (noch) nicht immer realisierbar

So attraktiv die neuen Bestellvarianten für den Endverbaucher auch sind, für den Händler bedeutet dies einen erheblichen Mehraufwand sowie zusätzliche Investitionskosten.

L-mobile Digitale Lagerlogistik Infothekbeitrag Same Day Delivery und Now-Delivery setzen neue Massstäbe6

Um eine Same-Day-Delivery oder Now-Delivery überhaupt ermöglichen zu können, müssen zusätzliche Läger in den jeweiligen Einzugsgebieten der Kunden geschaffen werden. Der einhergehende zusätzliche Bestand in den lokalen Lägern, zur Gewährleistung einer hohen Verfügbarkeit, sorgt dafür dass die Skaleneffekte eines Zentrallagerswegen der kleineren Versandvolumina kaum genutzt werden.

Außerdem entsteht eine zusätzliche Kapitalbindung, da viele Artikel redundant in den lokalen Lägern vorgehalten werden müssen und die Bestandsoptimierung gerät an ihre Grenzen.

Aus diesen Gründen ist die Same-Day-Delivery für kleine Händler wenig attraktiv. Um trotzdem auf den Zug der Same-Day-Delivery oder Now-Delivery aufspringen zu können, wäre eine Doppelstrategie denkbar, innerhalb dieser nur ausgewählte Produkte für diesen Service zur Verfügung stehen.

Im Gegensatz zu den kleinen Händlern, sind Same-Day-Delivery und Now-Delivery vor allem für Multi-Channel-Retailer interessant, da sie bereits auf die notwendige breitgefächerte Infrastruktur zurückgreifen können.

L-mobile Digitale Lagerlogistik Infothekbeitrag Same Day Delivery und Now-Delivery setzen neue Massstäbe6

Nichtsdestotrotz müssen gerade auch große Handelsunternehmen, welche oftmals über Mehrmandantenlager verfügen sowie ein breites und vielfältiges Artikelsortiment verwalten, eine hundertprozentige Transparenz über ihren Warenbestand haben.

Geeignete Lagerstrategien sowie ein reibungsloser Wareneingang haben maßgeblichen Einfluss auf den Warenausgang und somit auf die Belieferung der Kunden. Zudem werden geeignete Methoden zum Antriggern des Warennachschubs und effiziente Verpackungsprozesse benötigt, um die Same-Day-Delivery bzw. die Now-Delivery zu ermöglichen.

Um die Warenbewegungen innerhalb der Logistik zu beschleunigen und zu optimieren, setzen viele Handelsunternehmen auf mobile Lagerlösungen, welche für eine Beschleunigung der Prozesse, verbesserte Bestandstransparenz und verminderte Fehlerquoten sorgen.

L-mobile warehouse stellt die Weichen für eine schnelle Versandabwicklung

L-mobile Digitale Lagerlogistik Same-Day-Delivery und Now-Delivery setzen neue Ma·stÑbe7

L-mobile warehouse ist eine mobile Logistiksoftware, welche die Herausforderungen und Problematiken der Handelsbranche kennt und Lösungen bereitstellt, um die Logistikprozesse des Handels zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Aufgrund der direkten Verbuchung aller Warenbewegungen ohne Medienbrüche in das ERP-System wird zu jeder Zeit ein exakter Überblick über alle Warenbewegungen und Bestände geschaffen.

Vorzugsweise innerhalb der Kommissionierprozesse bietet L-mobile den Benutzern einen erheblichen Vorteil, da das mobile Verbuchen sicherstellt, dass auch wirklich die richtige Ware für den Versand bereitgestellt wird. Die Funktionen Kommissionierung und Multi-Kommissionierung von L-mobile unterstützen mit wegeoptimierten Picklisten eine effiziente Auslastung der Lageristen und sorgen mit der direkten Rückmeldung der Pickaufträge an das mobile Endgerät für absolute Fehlerfreiheit. Darüber hinaus sorgen weitere Funktionen der mobilen Logistiklösung,  dass der Weg hin zur Same-Day-Delivery und Now-Delivery für die Handelsbranche geebnet wird.

Aktuell profitieren noch vorzugsweise die großen Logistikunternehmen von den neuen Entwicklungen in der Versandlogistik, da diese mit entsprechend großen Volumina operieren.

Bis sich das Angebot von den großen Ballungsräumen hin zu den Kleinstädten bewegt, wird sicherlich noch einige Zeit verstreichen. Was wir aber mit Sicherheit sagen können, ist dass die Sofortness auch in der Logistik Einzug gehalten hat und ungebremst voranschreiten wird.

Qualitätssicherung in der Lagerlogistik Teil 1: Der Wareneingang

Der Qualitätsanspruch der Endverbraucher an ein Produkt wird immer höher: Entspricht die Ware nicht den Ansprüchen und Erwartungen des Kunden, wird er sich das nächste Mal für einen anderen Anbieter entscheiden. Im produzierenden Gewerbe hat ein mangelhaftes Material erheblichen Einfluss auf die Qualität des Endproduktes. Um die Zufriedenheit der Kunden in Zeiten des immer größer werdenden Wettbewerbsdruckes sicherzustellen, ist eine Qualitätskontrolle hinsichtlich Mängel, Menge, Richtigkeit etc. unerlässlich.

Im ersten Teil unseres Themenbeitrags Qualitätssicherung in der Lagerlogistik beschäftigen wir uns mit dem Qualitätsmanagement im Wareneingang. Welche Rechte und Pflichten haben Sie gegenüber Ihres Materiallieferanten? Welche Aspekte hinsichtlich der rechtskonformen Wareneingangskontrolle müssen Sie auf jeden Fall einhalten? Wie sieht die mobile Qualitätskontrolle in der Lagerlogistik aus und welchen Vorteil bietet diese?

Auf alle diese Fragen liefern wir Ihnen hier eine Antwort.

Qualitätssicherung im Wareneingang: Erwartungen versus Beschaffenheit

L-mobile Digitalisierte Lagerlogistik Qualitätssicherung in der Lagerlogistik Teil 1 Der Wareneingang 6

Beim Eintreffen der erwarteten Ware, gilt es systematisch alle eventuell gegebenen Qualitätsmängel zu erfassen. Falsche oder fehlende Artikel, unsachgemäßer Umgang, wodurch die Ware beschädigt wird, aber auch die schlechte Qualität der Verpackung, welche die Gefahr von Transportschäden begünstigt, zählen zu den häufigsten Mängeln innerhalb der Logistik.

Unabhängig davon, welche Art von Mangel innerhalb der Qualitätssicherung beim Wareneingang auftritt, ist es wichtig die Konsequenzen für die Prozesskette zu kennen und den Blick der Mitarbeiter im Wareneingang auf alle möglichen Fehler zu schärfen. Nur so kann sichergestellt werden, dass diese frühzeitig erkannt und behoben werden können.

Ware entspricht nicht dem Qualitätsanspruch – und nun?

Das Handelsgesetzbuch schreibt vor, dass der Käufer erkennbare Mängel direkt im Wareneingang unverzüglich melden muss. In diesem Fall greift die Untersuchungs- und Rügepflicht nach § 377 HGB.

L-mobile Digitalisierte Lagerlogistik Qualitätssicherung in der Lagerlogistik Teil 1 Der Wareneingang 6

Diese besagt, dass im Falle eines Handelsgeschäftes der Käufer verpflichtet ist, die Ware nach der Ablieferung zu untersuchen und im Falle eines Mangels dem Verkäufer unverzüglich zu melden. Wird kein Mangel gemeldet, gilt die Ware als genehmigt, es sei denn, der Mangel ist innerhalb der Untersuchung nicht direkt erkennbar.

Zeigt sich eine ungenügende Qualität der Ware erst zu einem späteren Zeitpunkt, zum Beispiel innerhalb der weiteren Verarbeitung, muss die Anzeige des Mangels unverzüglich nach der Entdeckung gemacht werden. Das Nichtmelden würde ansonsten dafür sorgen, dass die Ware trotz der Qualitätsfehler vollständig bezahlt werden muss und dadurch die Gewährleistungsrechte verloren gehen.

L-mobile Digitalisierte Lagerlogistik Qualitätssicherung in der Lagerlogistik Teil 1 Der Wareneingang 6

Aber auch Minder- und Falschlieferungen stellen einen Mangel innerhalb der QS im Wareneingang dar. Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) beschreibt §434 Abs. 3, dass es einem Sachmangel gleich steht, wenn der Verkäufer eine andere Sache oder eine zu geringe Menge liefert. Auch in diesem Fall gilt die Anzeigepflicht.

Versäumen Sie es, die Mengenabweichung oder Falschlieferung dem Lieferanten zu melden, sind Sie zu der Abnahme und Bezahlung der Ware verpflichtet. Achten Sie aus diesem Grund bei der Qualitätssicherung im Wareneingang stets darauf, Aufschrift, Zeichen oder Nummern sowie die Stückzahl bzw. das Gewicht mit den Angaben im Lieferschein zu vergleichen und zu prüfen, ob diese mit den Bestellunterlagen übereinstimmen.

Branche und Produkt bestimmen den Umfang der Qualitätskontrolle

Die Prüfungsintensität innerhalb der Qualitätskontrolle im Wareneingang ist abhängig von den Besonderheiten der Branche und den gelieferten Produkten. Art und Aufwand der Qualitätskontrolle im Wareneingang können daher sehr stark differieren und werden durch das Ausmaß der drohenden Schäden und der Zumutbarkeit für den Käufer bestimmt.

Beispielsweise weicht die Qualitätskontrolle bei Medizinprodukten von der Qualitätssicherung von Textilprodukten, bei der die optischen Anforderungen überwiegen, ab. Ferner ist es ausreichend, wenn sich die Qualitätskontrolle im Wareneingang bei Massenwaren jeglicher Art, die unter identischen Bedingungen gefertigt wurden, auf Stichproben bezieht.

Um Ihren Rechten und Pflichten pflichtbewusst nachgehen zu können, raten wir Ihnen, Ihren Wareneingang nach dem zweistufigen Eingangsverfahren auszurichten. Halten Sie hier alle Schritte innerhalb der Qualitätskontrolle ein, sind Sie stets auf der sicheren Seite.

Reibungsloser Wareneingang inklusive Qualitätssicherung

Innerhalb der QS im Wareneingang erfolgt im ersten Schritt die Warenannahme. Hier wird zunächst die Ware durch den Anlieferer bereitgestellt und die Plausibilitätsprüfung, also die Kontrolle des Lieferscheines in Hinsicht auf Absender, Empfänger, fehlende oder beschädigte Artikel, Falschlieferungen, etc, durchgeführt. Anschließend wird die Ware auf äußerliche Unversehrtheit, mögliche Transportschäden und Mengenabweichungen untersucht. Sollten hier alle Parameter den oberflächlichen Qualitätsansprüchen entsprechen, wird die Ware in den Warenannahmebereich des Lagers verbracht.

L-mobile Digitalisierte Lagerlogistik Qualitätssicherung in der Lagerlogistik Teil 1 Der Wareneingang 6

Nun erfolgt die Eingangskontrolle: An dieser Stelle wird der Lieferschein auf Vollständigkeit aller Bestellangaben und Artikelbezeichnungen kontrolliert sowie eine Bestellkontrolle, also eine Zuordnung der Bestellung zum Lieferschein, vorgenommen. Im Anschluss an die Mengen- und Typenkontrolle erfolgt in Abhängigkeit von Produkt und Branche, eine gesamthafte Qualitätskontrolle oder die Stichprobenentnahme für die Qualitätssicherung im Wareneingang.

Auftretende Mängel müssen an dieser Stelle erfasst und die angelieferten Artikel und Positionen quittiert werden. Die Erstellung einer Wareneingangsanzeige schließt den Prozess der Eingangskontrolle ab.

Kommt es innerhalb des Wareneingangs zu einem separaten Qualitätssicherungsverfahren über die Stichprobenentnahme, erfolgt die sogenannte Sperrlagerung. Durch die Qualitätssicherung im Wareneingang, wird die Ware anschließend freigegeben und bestandsmäßig erfasst.

Die bestandsmäßige Erfassung stellt die buchungstechnische Erfassung im ERP- oder Lagerverwaltungssystem des Lagers dar und ist auch unter dem Begriff der Warenvereinnahmung bekannt. Diese Zubuchung erfolgt mit einem Beleg über den Lieferschein oder einen separat zu erstellenden Wareneingangsschein auf Grundlage der Bestellung und des Lieferscheins. Liegt bereits bei der Lieferung eine Abweichung der Menge vor oder ist eine Teillieferung erfolgt, wird eine Korrektur der Buchungsmenge notwendig.

Mit der Einlagerung und Verteilung auf die Lagerorte und oder –plätze, wird der Vorgang des Wareneingangs und der Qualitätssicherung abgeschlossen. Der zeitliche Ablauf und Zusammenhang der einzelnen Arbeitsschritte kann situationsbedingt unterschiedlich sein, jedoch ist ein Außerachtlassen auch nur eines Arbeitsschritt nicht mehr mit der Qualitätssicherung im Wareneingang vereinbar und kann zu Fehlern führen, die sich unter Umständen auf das Endprodukt auswirken. Weiterhin muss die Frist für Mängelrüge und Reklamationen gegen den Lieferanten eingehalten werden, da sonst unter Umständen der Rechtsanspruch erlischt.

Qualitätskontrolle im Wareneingang mit mobilen Scannern

L-mobile Digitalisierte Lagerlogistik Qualitätssicherung in der Lagerlogistik Teil 1 Der Wareneingang 6

Dass sich der Wareneingang häufig als komplexer Prozess im Materialfluss entpuppt, ist Ihnen sicher schmerzlich bekannt. Sonderfälle, wie Unklarheit darüber, ob die Ware überhaupt bestellt oder die falsche Ware bzw. zu viel oder zu wenig geliefert wurde, sind Gang und Gäbe.

Auch heute arbeiten noch viele Logistikunternehmen mit Lieferpapieren, in denen vom Mitarbeiter am Wareneingang die Mengen mittels Stift geändert oder handschriftliche Notizen hinzugefügt werden.

Nach der Vereinnahmung der Ware wandern die Papiere in die Verwaltung oder das Lagerbüro, von dort aus diese Papiere manuell in das ERP- oder Lagerverwaltungssystem nacherfasst werden, um entsprechende Transportaufträge zu erstellen, oder um gegebenenfalls aufgetretene Mängel beim Lieferant zu reklamieren.

Die Probleme und potentiellen Fehlerquellen hierbei liegen auf der Hand:

  • Zeitintensiver Wareneingangsprozess, aufgrund der manuellen Nacherfassung

  • Enormer Zeitverlust durch den bestehenden Medienbruch

  • Unleserliche Schrift führt zu falschen Buchungen

  • Erhöhtes Fehlerrisiko bei der Datenübertragung durch Falscheingabe von Informationen

Der Einsatz von mobilen Scannern im Wareneingang sorgt für eine schnelle und fehlerfreie Erfassung  der angelieferten Ware und gewährleistet aufgrund des direkten Abgleichs zwischen Bestellung und angelieferter Ware einen einfachen und reibungslosen Wareneingangsprozess inklusive Qualitätssicherung.

Ablauf einer mobilen Wareneingangskontrolle
L-mobile Digitalisierte Lagerlogistik Qualitätssicherung in der Lagerlogistik Teil 1 Der Wareneingang 6

Innerhalb der mobilen Wareneingangskontrolle wählt der Lagerist den entsprechenden Beleg in der mobilen Anwendung aus. Im Idealfall ist die Bestellnummer bereits als Barcode auf dem jeweiligen Lieferschein des Lieferanten aufgedruckt und der Mitarbeiter muss diesen nur noch mit dem mobilen Endgerät einscannen. Ist der Barcode nicht auf dem Lieferschein aufgebracht, kann über den Scanner  nach verschiedenen Parametern, wie beispielsweise Bestell- bzw. Belegnummer, Lieferant oder Artikelnummer, gefiltert werden, um den richtigen Beleg auszuwählen:

Nach der Auswahl des richtigen Belegs werden dem Lagermitarbeiter im Wareneingang alle Informationen zu der jeweiligen Sendung auf seinem mobilen Gerät automatisch angezeigt.

Anschließend erfasst er die Informationen, wie Lieferscheinnummer, die gelieferten Artikel und Mengen sowie die jeweiligen Lagerplätze, auf welche die Ware eingelagert werden soll und übermittelt diese Angaben bereits während der physischen Einlagerung direkt an das ERP oder WMS.

Die vollständige Vereinnahmung der Lieferung wird abschließend auf dem Handscanner bestätigt und automatisch im ERP-System bzw. im WMS verbucht.

Im Bereich der Qualitätssicherung werden dem Mitarbeiter QS-pflichtige Artikel direkt auf dem mobilen Scanner angezeigt, so dass sofort ersichtlich ist, welche Artikel zu prüfen sind und gegebenenfalls in das QS-Lager verbracht werden müssen.

Ferner kann mithilfe einer integrierten Kamera, welche viele PDA’s bereits besitzen, im Wareneingang sofort ein Bild von der angelieferten Ware gemacht und an das ERP-System übermittelt werden. Das Anhängen von Bildern an eine Warenlieferung ermöglicht eine einfache und schnelle Fehlerdokumentation und sorgt für eine erhebliche Aufwandsreduktion innerhalb der Reklamationsabwicklung. Ebenso ist es möglich bestimmte Artikel direkt über den Scanner zu sperren. Gerade Unternehmen, die kein QS-Lager besitzen profitieren von dieser Funktion, da durch das Sperren der Ware, diese nicht ohne weiteres eingelagert werden kann und einer gesonderten Qualitätsprüfung Bedarf.

Vorteile der mobilen Wareneingangskontrolle
  • Wegfall von Papierlisten im Wareneingang

  • Informationen medienbruchfrei und in Echtzeit verfügbar

  • Einfache und schnelle Fehlerdokumentation

  • Echtzeit-Rückmeldung von tatsächlich gelieferten Mengen, Lagerplatzcode und ggf. Seriennummern oder Chargen an das ERP oder WMS

  • Aufwandsreduktion von Reklamationen

  • Manuelle Nacherfassung des Wareneingangs entfällt

Erfahren Sie im zweiten Teil unseres Themenbeitrags Qualitätskontrolle in der Lagerlogistik, wie Sie Ihren Warenausgang und den Versand optimieren können, um Ihren Kunden den bestmöglichen Service zu garantieren.

Qualitätssicherung in der Lagerlogistik mit L-mobile Teil 2: Der Warenausgang

Dem Warenausgang, beziehungsweise der Bestandsminderung im Lager, geht zunächst immer eine Materialanforderung einer nachgelagerten Stelle voraus. Entweder als geplante Entnahme auf einen Fertigungsauftrag, als ungeplanter Abgang in die Produktion, oder als Auftrag (Kommissionierung) für eine Bestellung eines Kunden (Versand). Innerhalb der Qualitätssicherung wird an dieser Stelle von der Lagerleitung beispielsweise eine Materialanforderung als Ausgabebeleg oder ein Kommissionierauftrag ausgegeben. Wurde die Ware für die jeweilige Anforderung entnommen und bereitgestellt, folgt die weitere Bearbeitung als Kunden- oder als Produktionsauftrag. Diese Weiterleitung an die jeweilige Bedarfsstelle wird auch als (Material-)Ausgabe bezeichnet.

Um innerhalb des Warenausgangs sichergehen zu können, dass die Kundenbestellung oder der Kommissionierauftrag wirklich die Teile beinhaltet, die angefordert wurden, ist eine Qualitätssicherung im Warenausgang unabdingbar, denn: Mangelhafte Ware oder Fehllieferungen verursachen nicht nur einen hohen Rückabwicklungsaufwand und höhere Kosten, auch der Kunde wird nach dem Öffnen seiner bestellten Ware eine unschöne Überraschung erhalten und sich eventuell bei der nächsten Bestellung für einen anderen Anbieter entscheiden.

Der zweite Teil unseres Themenbeitrags Qualitätssicherung in der Lagerlogistik widmet sich der Qualitätskontrolle im Warenausgang und zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Lagerlogistik schnell und einfach mit einer Qualitätssicherung rechtskonform gestalten können.

Qualitätskontrolle bei Verpackung und Versand

Dem Versand von Waren, Ersatzteilen und weiteren Gütern, liegt in jedem Fall ein Auftrag zugrunde, welcher zu einem Warenabgang führt.

Innerhalb der Verpackungsvorschriften ist darauf zu achten, dass der Schutz des Versandgutes an oberster Stelle steht. Vor allem bei Gefahrengut oder scharfkantigen Gegenständen dient die Verpackung dem Schutz der Umwelt beim Transport und der Lagerung.

L-mobile Digitalisierte Lagerlogistik Qualitätssicherung in der Lagerlogistik Teil 1 Der Wareneingang 6

Ist die Ware unsachgemäß verpackt, kann es zu Schäden am Versandobjekt kommen. Je nach Art der Ware kann dies gefährliche Auswirkungen haben. In jedem Fall führt der dadurch entstehende Mangel an der Ware zu einer Minderung der Qualität, für welche der Endkunde sogar verpflichtet ist, diese zur Anzeige zu bringen.

Außerdem unterliegt der Versand im Bereich der Qualitätskontrolle im Warenausgang weiteren Vorgaben, wie der ordnungsgemäßen Erstellung der Versandpapiere, der Beauftragung eines Spediteurs oder Transporteurs mit dem Transport, der Übergabe der Versandstücke an den Transporteur, dem Transport sowie dem anschließenden Abladen der Versandstücke am Empfangsort.

Somit ist die Qualitätssicherung im Warenausgang erst mit der Annahme des Versandstücks durch den Empfänger abgeschlossen. Mit der Unterschrift des Empfängers geht dabei die Gefahr vom Verkäufer auf den Empfänger über. An dieser Stelle tritt der bereits im ersten Teil dieses Themenbeitrags angesprochene Paragraph §377 ff des HGB über Mängel und Rügepflicht in Kraft.

L-mobile Digitalisierte Lagerlogistik Qualitätssicherung in der Lagerlogistik Teil 1 Der Wareneingang 6

Aus dieser Regelung geht für den Versender der Ware jedoch hervor, dass er die Verantwortung dafür trägt, dass der Empfänger auch die notwendigen technischen Hilfsmittel zur Entladung besitzt. Für den Transporteur hingegen endet die Verantwortung nach dem Transportrechtreformgesetz bereits nach der Anzeige des Warenüberbringers, dass die Ware angekommen und abladebereit ist.

Aus diesem Grund muss der Versender sicherstellen, dass die Ablademöglichkeit der gelieferten Ware vor Ort gegeben ist. Sollte bei der Zustellung am Empfängerort beispielsweise kein Stapler vorhanden sein, der Kran – wenn vorhanden – das Gewicht nicht heben kann oder die Transporteinheit zu groß für die Entladezone beim Empfänger ist, kann der Transporteur unter Umständen ein Standgeld verlangen, oder aber einen Rücktransport veranlassen, bzw. eine Umladung in geeigneter Weise anordnen. In allen diesen Fällen trägt der Versender die Kosten. Auch deshalb ist eine Qualitätssicherung innerhalb des Warenausgangs wichtig und sorgt dafür, dass Sie sich sowohl Geld als auch den Rückabwicklungsaufwand einer Bestellung sparen.

Qualitätssicherung mithilfe eines Stichprobenverfahrens

In der Qualitätssicherung kommt in der Warenausgangskontrolle in den meisten Fällen ein Stichprobenverfahren zum Einsatz. Dieses kann sowohl in den Zentrallägern des Handels als auch in den Produktions-, Ersatzteil-, und Distributionslägern der Industrie angewendet werden.

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Ziel der Qualitätssicherung im Warenausgang ist es, mit minimalem Prüfaufwand und optimalem Personaleinsatz, das durch Fehllieferungen verursachte Rückabwicklungsvolumen zu senken. Ebenso zielt die Qualitätskontrolle auf die Gewährleistung der Kundenzufriedenheit ab. Ist der Kunde mit der Lieferung unzufrieden, bedeutet dies für ihn einen administrativen Mehraufwand, durch den Reklamationsprozess.

Die Qualitätskontrolle im Warenausgang findet kurz vor dem Warenversand statt. Diese Kontrolle verhindert, dass fehlerhafte oder gar falsche Teile zum Kunden gelangen und sorgt somit für eine Senkung der Reklamationsquote. Anhand von Stichproben, bei derer der Mitarbeiter im Versand einzelne Pakete mit der vorliegenden Bestellung auf Artikelposten und Menge gegenprüft, können Packfehler bei gleichartigen Sendungen, also Paketen, die alle denselben Inhalt besitzen, reduziert werden.

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Um bereits beim Packen der Pakete mögliche Pickfehler innerhalb der Kommissionierung für den Kundenauftrag zu reduzieren, ist es zur Vereinfachung der Qualitätskontrolle im Warenausgang ratsam, die Pickzettel um ein auftragsbezogenes Kontrollelement zu ergänzen. Dadurch wird jeder Kommissionierer dazu angehalten, auf dem Pickzettel zu bestätigen, dass er den Auftrag wie vorgegeben zusammengestellt hat.

Um die Qualitätskontrolle im Warenausgang noch einfacher, schneller und dabei fehlerfrei zu gestalten, setzen viele Unternehmen auf eine mobile Lagerlösung.

Warenausgangskontrolle mit mobilen Scannern

Eine mobile Lagerlösung bietet Ihnen innerhalb der Qualitätssicherung im Warenausgang die Möglichkeit, sämtliche Warenbewegungen genau zu prüfen. Beispielsweise können Ihnen beim Scannen eines Kommissionierungsbelegs für den Kundenauftrag alle Positionen inklusive Chargen- und Seriennummern in der entsprechenden Menge angezeigt werden.

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Mit einem mobilen Endgerät sind Sie außerdem in der Lage, einen frei konfigurierbaren Barcode zu scannen und die zu versendenden Artikel Stück für Stück zu verbuchen. Dadurch erfolgt eine eindeutige Prüfung der verschickten Artikel. Die Fehlerquote beim Warenausgang wird auf ein Minimum reduziert und die Mitarbeiter innerhalb der Qualitätskontrolle im Warenausgang können somit die doppelte Menge an Kundensendungen in derselben Zeit bearbeiten.

Auch die Kommissionierung profitiert von dem Einsatz einer mobilen Datenerfassungslösung. Mithilfe von digitalen Picklisten erhält der Picker sämtliche Informationen zu den zu kommissionierenden Artikeln und wird dabei laufwegeoptimiert durch das Lager geführt. Ebenso unterstützen viele Lösungen auch Systematiken wie z.B. FIFO, FEFO oder auch aufsteigende oder absteigende Sortierungen gemäß der Lagerplatzlogik.

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Die Bearbeitung der mobilen Kommissionierlisten erfolgt idealerweise durch das Scannen eines Barcodes. Dabei werden die Informationen zu den entnommenen Mengen und Lagerplätzen direkt an das ERP-System bzw. WMS übergeben. Entnimmt der Kommissionierer ausversehen einen falschen Artikel oder eine gesperrte Charge, meldet die mobile Anwendung nach dem Scan einen Fehler, wodurch eine Fehlbuchung und somit eine Falschlieferung an den Kunden verhindert wird.

Sie möchten mehr zum Thema Qualitätssicherung in der Lagerlogistik erfahren oder interessieren sich für die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten einer mobilen Lager- und Logistiklösung? Dann sprechen Sie uns an! Unsere Berater stehen Ihnen gerne mit Ihrer Expertise zur Verfügung.

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